Mac Studio: M5 Ultra setzt neuen Leistungsrekord bei Apple-Rechnern

23. Okt. 2026 13:00 Uhr - Redaktion

Seit gut einem Monat wird der neue Mac Studio mit den Prozessoren M5 Max und M5 Ultra ausgeliefert, zum Monatsende macht Apple auch M5-Ultra-Konfigurationen mit 512 GB Arbeitsspeicher verfügbar. Zur M5-Ultra-Höchststufe gibt es in der Geekbench-Datenbank erste aussagekräftige Testwerte. Der Prozessor, der mit 36 CPU- und 80 GPU-Kernen ausgestattet ist, setzt bei Apple-Rechnern einen neuen Leistungsrekord.

Der Vorgänger Mac Studio M3 Ultra (32 CPU- und 80 GPU-Kerne) kommt auf die folgenden Testwerte:

• Single-Core-Leistung: ca. 2920 Punkte
• Multi-Core-Leistung: ca. 39.100 Punkte
• GPU-Leistung (Metal): ca. 248.300 Punkte

Für den neuen Mac Studio M5 Ultra (36 CPU- und 80 GPU-Kerne) ergeben sich die folgenden Testwerte:

• Single-Core-Leistung: ca. 3750 Punkte (plus 29 Prozent)
• Multi-Core-Leistung: ca. 52.300 Punkte (plus 34 Prozent)
• GPU-Leistung (Metal): ca. 343.300 Punkte (plus 38 Prozent)

(Anmerkung: Der Stichprobenumfang für die M5-Ultra-Höchststufe in der Geekbench-Datenbank ist noch recht gering; die Testwerte werden sich über die nächsten Wochen auf Mittelwerte einpendeln.)

 

Mac Studio
 
Mac Studio mit M5 Ultra setzt neuen Leistungsrekord bei Macs.
Bild: Apple.

 

Der Performance-Zuwachs binnen 18 Monaten (der Mac Studio M3 Ultra kam im März 2025 auf den Markt) ist mehr als ordentlich. Den M4 Ultra hatte Apple übersprungen und ob es einen M6 Ultra geben wird, wird sich zeigen (es könnte 2028 direkt mit dem M7 Ultra weitergehen). Mehrere Mac Studios lassen sich via Thunderbolt 5 für gemeinsame Berechnungen mit einem gemeinsamen Arbeitsspeicherpool zusammenschließen, beispielsweise um leistungsstarke LLM lokal auszuführen.

"KI Inferenzen werden mit mehreren Mac Studio Systemen auf ein völlig neues Level gebracht. Nutzer und Teams, die KI Rechenleistung gemeinsam nutzen möchten, können mehrere Mac Studio Systeme mithilfe der integrierten Unterstützung für Thunderbolt 5 und RDMA (Remote Direct Memory Access) zusammenbündeln. Dadurch entsteht ein großer gemeinsamer Speicherpool zwischen den Systemen, sodass Nutzer die größten und anspruchsvollsten Open-Weight-Modelle der Spitzenklasse laden können, die derzeit verfügbar sind. Ein Cluster von vier Mac Studio Systemen liefert eine bemerkenswerte 3-mal schnellere KI Inferenzleistung als ein einzelnes System", so Apple.

Nach der im Frühjahr erfolgten Einstellung des Mac Pro ist der Mac Studio das unangefochtene Performance-Flaggschiff in Apples Angebot. Die Preise haben sich aufgrund der immens gestiegenen Kosten für RAM und SSD-Laufwerke zwar deutlich erhöht, dennoch ist ein Mac-Studio-Cluster in puncto Preis-/Leistungsverhältnis bezogen auf den LLM-Bereich ein attraktiver Rivale zu den teuren Nvidia-basierten Systemen. Diese Stoßrichtung wird bei Apple immer deutlicher und der Hersteller macht auch kein Geheimnis daraus: Der Mac Studio als attraktive Plattform für die lokale LLM-Ausführung zu verhältnismäßig geringen Anschaffungs- und Betriebskosten (Strom).

Apple arbeitet natürlich bereits an den Prozessorenserien M7, M8 und M9, die sukzessive über die kommenden Jahre eingeführt werden und die weitere Leistungssprünge versprechen. Auch eine schrittweise Anhebung des maximalen Arbeitsspeichers von derzeit 512 GB auf 768 bis 1024 GB (oder sogar 1,5 TB) gilt als wahrscheinlich. Ob es bei dem kompakten Formfaktor bleiben kann (Stichwort Kühlung für immer leistungsstärkere, energiehungrigere Prozessoren), bleibt indes abzuwarten.